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Schuhe – der beste Freund eurer Füße

14. May 2013 .
„Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh.“ Die Schuhe, die täglich am Fuß getragen werden, zeigen vieles über den Träger und die Zeit, in der er lebt. Denn bereits vor vielen tausend Jahren schützten die Menschen ihre Füße vor den Gefahren der Natur.

Schuster, bleib bei deinen Leisten
Es ist noch gar nicht so lange her, dass für ein Paar Herrenschuhe der Arbeitslohn einer ganzen Woche gezahlt werden musste. Zwischen vierzig und fünfzig Mark kostete ein Paar Herrenschuhe früher. Wer in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts lediglich 75 Pfennig als Stundenlohn erhielt, musste für diesen Betrag über 50 Stunden lang arbeiten. Bis zur Erfindung der Gummisohlen und den dazu passenden Klebstoffen waren auch die Schuhsohlen aus Leder - und Leder läuft sich nun einmal ab. Deswegen gab es damals auch in den kleineren Dörfern auf dem Land mindestens einen Schuster, bei dem die Schuhe frisch besohlt werden konnten. Auch feste Arbeitsschuhe, wie sie von Arbeitern in Gießereien oder auf dem Bau getragen wurden, mussten trotz Metallbeschlägen zweimal jährlich neue Sohlen erhalten.


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Mit Trekkingschuh und Sandale über die Alpen
Mit Schuhen schützten die Menschen schon vor vielen Jahren ihre Füße vor Kälte oder Nässe: So war selbst Ötzi mit einem gefütterten Trekkingschuh in den Alpen unterwegs. Am Bodensee fand man ebenfalls 5000 Jahre alte Sandalen aus Rinde. Ob die Römer in ihren Sandalen kalte Füße hatten, wenn sie in den nördlichen Teilen ihres Reiches unterwegs waren? Immerhin existiert eine Wachstafel, auf der ein in Britannien stationierter Legionär seine Mutter um warme Socken bittet. Denn das Tragen der geschnürten Sohlen war nicht nur für die Soldaten Pflicht, sondern auch für die reichen Bürger Roms von der Etikette vorgeschrieben.

Alles über einen Leisten
Im Mittelalter dagegen gab es nur einen Leisten, über den jeder Schuh gearbeitet wurde. Wer sich überhaupt Schuhe leisten konnte, ließ diese deswegen lieber so lange von seinen Bediensteten tragen, bis diese eingelaufen waren. Während in Frankreich der Sonnenkönig regierte, waren auch Herrenschuhe mit Absätzen bei den Adligen beliebt. Man stöckelte lieber vornehm, frei nach dem Motto: Je höher der Hacken, desto wichtiger der Träger. Erst als während der französischen Revolution die Köpfe rollten, wurden auch die Absätze der Herrenschuhe flacher.

Statussymbol Herrenschuh
Herrenschuhe waren für die längste Zeit in der Geschichte der Menschheit ein Statussymbol für die Reichen und Mächtigen in der Welt. Sie demonstrierten mit ihrer wertvollen Gestaltung den hohen sozialen Status ihres Trägers. Heute ist das zum Glück anders: Jeder kann sich seine Schuhe leisten.





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